Wer in einem mittelständischen Unternehmen für Digitalisierung verantwortlich ist, kennt das Gespräch. Man erklärt die Automatisierungsmöglichkeiten in Microsoft Copilot Studio, zeigt die Funktionen, und dann kommt der Einwand: „Aber n8n ist doch viel übersichtlicher.“ Wir hören das wirklich oft. Das Interface von n8n ist intuitiv, der visuelle Aufbau ist klar, und der Builder in Copilot Studio war im Vergleich lange Zeit weniger einfach verständlich. Das ändert sich gerade grundlegend.
Microsoft hat die neuen Copilot Studio Workflows angekündigt, die sich aktuell in der Public Preview befinden: ein vollständig überarbeiteter, visueller Workflow-Designer mit Canvas, Drag & Drop und sichtbaren Verbindungen zwischen den einzelnen Schritten. Wer n8n kennt, wird sich sofort zurechtfinden. Aber der wirklich entscheidende Unterschied liegt nicht im Interface.
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Copilot Studio Workflows überhaupt?
- Warum n8n für viele Mittelständler attraktiv war
- Der neue visuelle Workflow-Designer im Detail
- Copilot Studio Workflows vs. n8n: Die 5 entscheidenden Gründe
- Grund 1: Ihre Daten verlassen den Tenant nicht
- Grund 2: Keine zusätzliche Infrastruktur
- Grund 3: Sie zahlen wahrscheinlich schon dafür
- Grund 4: KI ist keine Zusatzfunktion, sondern Kern
- Grund 5: Governance ohne Zusatzaufwand
- Was Sie bei der Einführung beachten sollten
- Copilot Studio Workflows und die Power Platform
- Häufig gestellte Fragen
Was sind Copilot Studio Workflows überhaupt?
Microsoft Copilot Studio ist die Plattform, mit der Sie eigene KI-gestützte Assistenten und Automatisierungen aufbauen können, ohne dafür Programmierkenntnisse zu benötigen. Innerhalb dieser Plattform gab es bislang die sogenannten „Agent Flows“, die stark an Power Automate angelehnt waren und eine lineare, listenbasierte Benutzeroberfläche nutzten. Vertraut für Power-Automate-Erfahrene, aber für viele neue Nutzerinnen und Nutzer keine leichte Einstiegshürde.
Mit den neuen Copilot Studio Workflows kommt jetzt ein komplett überarbeitetes Format dazu, das sich in der Copilot Studio Public Preview befindet. Der Kernunterschied ist sofort sichtbar: ein von Grund auf neu gedachter visueller Workflow-Designer. Schritte werden nicht mehr in einer Listenansicht dargestellt, sondern auf einem freien Canvas als Knoten. Die Verbindungen zwischen diesen Knoten sind als Linien sichtbar, die Logik des Workflows wird grafisch erfahrbar. Schritte können per Drag & Drop angeordnet, verschoben und miteinander verbunden werden.
Copilot Studio Workflows lassen sich auf zwei Wegen erstellen. Der erste Weg ist natürliche Sprache: Man beschreibt in normalen Worten, was der Workflow tun soll, und Copilot Studio generiert einen ersten Entwurf. Der zweite Weg ist der visuelle Designer: Man klickt, zieht und verbindet Schritte direkt auf der Canvas. Beide Wege sind ohne Programmierkenntnisse möglich, und beide können kombiniert werden.
Wichtig für alle, die das sofort ausprobieren wollen: Die Copilot Studio Workflows befinden sich aktuell in der Public Preview. Das bedeutet, sie stehen bereits zur Verfügung, sind aber noch nicht für produktionskritische Prozesse freigegeben. Microsoft arbeitet aktiv an der Weiterentwicklung. Die allgemeine Verfügbarkeit folgt nach Abschluss der Preview-Phase.
Warum n8n für viele Mittelständler attraktiv war
n8n hat sich in den letzten Jahren als ernstzunehmendes Automatisierungswerkzeug etabliert, besonders bei technisch versierten Teams und Unternehmen mit einer heterogenen IT-Landschaft. Der visuelle Canvas-Ansatz, die Knoten-basierte Logik, die hohe Flexibilität bei der Konfiguration und die aktive Open-Source-Community haben n8n eine treue Nutzerbasis eingebracht.
Aus Beratungsperspektive ist der Hauptgrund für den Einsatz von n8n in vielen Fällen nicht die Funktion, sondern das Gefühl. Das Interface macht intuitiv klar, was passiert. Man sieht auf einen Blick, welcher Schritt welchen nächsten Schritt auslöst. Das hat n8n zu einer attraktiven Wahl gemacht, besonders wenn das Team vorher noch nie mit Automatisierungstools gearbeitet hat.
Gleichzeitig stellen sich bei näherer Betrachtung Fragen, die für mittelständische Unternehmen in Deutschland schnell relevant werden. Wo liegen die Daten? Wer hostet die Instanz? Was passiert bei einem Ausfall? Wie werden Zugriffsrechte verwaltet? Und vor allem: Warum zahlen wir für ein weiteres Tool, wenn wir bereits für Microsoft 365 zahlen? Diese Fragen sind nicht theoretisch. In unserer Praxis mit über 150 begleiteten Copilot-Einführungen sind es genau diese Punkte, die über den Einsatz eines Tools entscheiden.
n8n ist für manche Szenarien nach wie vor ein sinnvolles Werkzeug. Wer eine komplexe, nicht-Microsoft-zentrierte Infrastruktur hat, sehr tiefe technische Anpassungen benötigt und eine erfahrene IT hat, die eine separate Instanz betreiben kann, hat mit n8n eine mächtige Basis. Für die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen in Deutschland ist das nicht der Fall. Und genau für diese Gruppe hat sich die Ausgangslage gerade verändert.
Der neue visuelle Workflow-Designer im Detail
Bevor wir die fünf Gründe im Detail durchgehen, lohnt ein genauerer Blick auf das, was der neue visuelle Workflow-Designer in Copilot Studio konkret bietet. Denn das reine „sieht aus wie n8n“ wäre eine unfaire Vereinfachung.
Das Interface basiert auf einem freien Canvas, auf dem Schritte als Knoten angeordnet und durch sichtbare Linien miteinander verbunden werden. Eine Minimap ermöglicht die Navigation in komplexen, großen Workflows. Die „Fit View“-Funktion passt die Ansicht automatisch an, sodass der gesamte Workflow auf einmal sichtbar ist. Die „Tidy Up“-Funktion räumt die Struktur auf, falls Knoten nach längerem Bearbeiten unübersichtlich geworden sind. Vertikal oder horizontal, beides ist möglich.
Was über die reine Optik hinausgeht, ist das Testsystem. Copilot Studio Workflows erlauben das Testen einzelner Schritte direkt im Designer, also „node-level testing“. Das bedeutet: Man muss nicht den gesamten Workflow durchlaufen lassen, um zu prüfen, ob ein einzelner Schritt funktioniert. Dieses Feature ist für die Fehlersuche und Weiterentwicklung von Automatisierungen erheblich effizienter als ein vollständiger Testlauf.
Die KI-Aktionen sind im neuen Format nicht nachträglich eingebaut, sondern als Kernfunktion angelegt. Ein visueller Workflow-Designer dieser Generation erlaubt es, Prompts direkt auszuführen, andere KI-Agenten aufzurufen und Ergebnisse weiterzuverarbeiten. Auch „Human-in-the-loop“-Schritte sind integriert: Der Workflow kann an einem definierten Punkt pausieren und eine menschliche Freigabe oder Eingabe anfordern, bevor er weiterläuft. Das ist besonders für Genehmigungsprozesse oder Qualitätssicherung relevant.
Über 1.300 Konnektoren stehen zur Verfügung. Microsoft 365-Dienste wie SharePoint, Teams, Outlook und Excel sind dabei ebenso vertreten wie Dutzende externer Dienste. Die Verfügbarkeit von Konnektoren ist damit mindestens vergleichbar mit n8n, in vielen Bereichen bereits darüber hinaus.
Und der Agentic Workflow Builder, der in Copilot Studio ebenfalls angekündigt wurde, geht noch einen Schritt weiter: Er ermöglicht es, Workflows vollständig in natürlicher Sprache zu erstellen. Man beschreibt die gewünschte Automatisierung, und Copilot Studio interpretiert die Absicht und generiert und konfiguriert die entsprechenden Schritte automatisch. Das ist kein Versprechen für die Zukunft, sondern Teil der aktuellen Public Preview.

So sieht der neue Designer in Copilot Studios Workflows aus.
Quelle: Microsoft. (https://learn.microsoft.com/en-us/microsoft-copilot-studio/flow-designer?tabs=workflows)
Copilot Studio Workflows vs. n8n: Die 5 entscheidenden Gründe
Grund 1: Ihre Daten verlassen den Tenant nicht
Das ist für die meisten mittelständischen Unternehmen in Deutschland der Punkt, der alle anderen in den Hintergrund rückt. Copilot Studio Workflows laufen vollständig innerhalb Ihrer Microsoft 365-Umgebung. Keine Unternehmensdaten verlassen Ihren Tenant. Keine Datenschutzvereinbarungen mit einem Drittanbieter. Kein erklärender Gesprächsbedarf mit dem Datenschutzbeauftragten darüber, warum Kundeninformationen oder interne Prozessdaten durch ein externes System fließen.
n8n kann selbst gehostet werden, was auf dem Papier eine ähnliche Datenkontrolle ermöglicht. In der Praxis bedeutet das jedoch: eigene Server, eigene Wartung, eigenes Patch-Management, eigene Verantwortung bei Sicherheitslücken. Die Cloud-Version von n8n hingegen verarbeitet Daten auf Servern außerhalb Ihrer eigenen Infrastruktur. Für viele Branchen im DACH-Raum ist das kein theoretisches Problem, sondern ein praktisches Hindernis.
Mit Copilot Studio Workflows arbeiten Sie innerhalb der bewährten Microsoft 365 Governance-Struktur. Die gleichen Sicherheits- und Zugriffsrichtlinien, die für Ihre Teams-Kanäle, SharePoint-Bibliotheken und Outlook-Postfächer gelten, gelten automatisch auch für Ihre Automatisierungen. Das ist Datenschutz ohne zusätzlichen Einrichtungsaufwand.
Grund 2: Keine zusätzliche Infrastruktur
n8n ist in der Self-Hosted-Variante kostenlos verfügbar. Was dabei häufig übersehen wird: „kostenlos“ bedeutet nicht „ohne Aufwand“. Jemand muss die Umgebung einrichten, regelmäßig aktualisieren, Backups verwalten und im Fehlerfall eingreifen. Das kostet Zeit und Know-how. Für mittelständische Unternehmen ohne große interne IT-Abteilung ist das oft mehr Aufwand, als es zunächst scheint.
Copilot Studio Workflows sind Teil Ihrer bestehenden Microsoft 365-Infrastruktur. Es gibt nichts einzurichten, keinen Server zu warten, kein Backup zu planen, keine Update-Zyklen zu verfolgen. Sie öffnen Copilot Studio und fangen an. Die Verfügbarkeit, Skalierbarkeit und Sicherheit der Plattform übernimmt Microsoft. Das ist ein unterschätzter Vorteil, der sich im Alltag schnell bemerkbar macht.
Gerade wenn Automatisierungen von Mitarbeitenden außerhalb der IT aufgebaut werden sollen, was mit dem neuen Interface durchaus realistisch ist, ist die Frage nach der Infrastruktur entscheidend. In Copilot Studio stellt sich diese Frage nicht.
Grund 3: Sie zahlen wahrscheinlich schon dafür
Copilot Studio ist für viele Microsoft 365-Kundinnen und -Kunden bereits in der bestehenden Lizenz enthalten oder zu geringen Zusatzkosten verfügbar. Wer Microsoft 365 Business oder Enterprise nutzt, hat die Basis in vielen Fällen schon lizenziert. n8n hingegen ist eine separate Lizenz, die vor der IT-Abteilung und der Geschäftsführung begründet werden muss.
Die Frage „Warum zahlen wir für ein weiteres Tool, wenn Microsoft das jetzt auch kann?“ ist berechtigt. Und je überzeugender das neue Interface von Copilot Studio wird, desto schwerer fällt eine Antwort, die für n8n spricht. Besonders dann, wenn die einzige ehrliche Antwort bisher war: „Weil das Interface intuitiver ist.“
Wenn Sie sich unsicher sind, welche Lizenzen in Ihrer Umgebung bereits enthalten sind und welche Automatisierungsmöglichkeiten Sie darüber abdecken können: Wir schauen das gemeinsam mit Ihnen an. In einem unverbindlichen Erstgespräch analysieren wir Ihren aktuellen Lizenz-Status und zeigen Ihnen, was heute ohne Mehrkosten möglich ist.
Grund 4: KI ist keine Zusatzfunktion, sondern Kern
Das ist der Unterschied, der in der reinen Interface-Diskussion oft untergeht. n8n ist ein Automatisierungswerkzeug, das KI als zusätzliche Funktion eingebaut hat. Copilot Studio ist von Anfang an für KI-Agenten und KI-gestützte Prozesse gebaut worden. Das spiegelt sich in den Copilot Studio Workflows direkt wider.
Prompts ausführen, KI-Agenten aufrufen, Ergebnisse weiterverarbeiten: Das sind keine Add-ons in Copilot Studio, sondern Kernfunktionen der Plattform. Wer bereits mit Microsoft 365 Copilot arbeitet, kann seine KI-gestützten Assistenten und seine Automatisierungen in einem einzigen System zusammenführen. Ein Workflow kann einen Copilot-Agenten aufrufen, dessen Ergebnis verarbeiten und das Resultat in SharePoint speichern oder per Teams-Nachricht weiterleiten. Das ist in n8n theoretisch möglich, erfordert aber separate API-Verbindungen und ist deutlich aufwändiger einzurichten.
Für den Mittelstand bedeutet das: Der Einstieg in KI-gestützte Prozesse und der Einstieg in Automatisierung gehen Hand in Hand, ohne dass zwei separate Plattformen verwaltet werden müssen.
Grund 5: Governance ohne Zusatzaufwand
Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Eine erfahrene Person im Team verlässt das Unternehmen. In n8n hat diese Person einen Großteil der Automatisierungen gebaut. Wer hat die Zugangsdaten? Wo sind die Workflows dokumentiert? Welche sensiblen Informationen sind in den Konfigurationen gespeichert? Wie werden Zugriffsrechte angepasst?
Das sind keine theoretischen Szenarien. In unserer Erfahrung begegnen wir diesen Situationen regelmäßig. Mit Copilot Studio Workflows sind diese Fragen gelöst, bevor sie entstehen. Workflows sind im Microsoft 365 Admin Center sichtbar und zentral verwaltbar. Zugriffsrechte folgen der bestehenden Struktur aus Ihrem Microsoft Entra ID (früher Active Directory). Auditing und Monitoring laufen über Microsoft Purview. Das ist Governance, die keine separate Einrichtung erfordert und keine Lernkurve für die IT-Abteilung voraussetzt.
Für Unternehmen, die in regulierten Branchen tätig sind oder bereits einen internen IT-Sicherheitsrahmen aufgebaut haben, ist dieser Punkt allein oft ausschlaggebend.
Was Sie bei der Einführung beachten sollten
Die Copilot Studio Workflows befinden sich aktuell in der Copilot Studio Public Preview. Das bedeutet: Die Funktion ist verfügbar und kann produktiv erprobt werden, sollte jedoch noch nicht für unternehmenskritische Prozesse eingesetzt werden. Microsoft weist ausdrücklich darauf hin, dass Preview-Features noch Änderungen unterliegen können und noch nicht den vollen Support-Level der allgemein verfügbaren Produkte haben.
Das ist kein Grund zur Zurückhaltung, sondern eine Einladung. Wer jetzt erste Erfahrungen sammelt, ist beim offiziellen Launch bestens vorbereitet. Wer schon heute einschätzen kann, welche bestehenden Prozesse und n8n-Flows sich für Copilot Studio eignen, spart sich später die Orientierungsphase.
Ein paar praktische Hinweise für den Einstieg:
Klären Sie zunächst die Lizenzsituation. Nicht alle Microsoft 365-Lizenzen schließen Copilot Studio mit vollem Funktionsumfang ein. Prüfen Sie vorab, ob Copilot Studio in Ihrer Umgebung bereits aktiviert ist, und auf welcher Lizenzstufe Sie sich befinden. Das ist in wenigen Minuten im Microsoft 365 Admin Center ersichtlich.
Starten Sie mit einem einfachen Prozess. Die Frage „Welcher Workflow soll zuerst gebaut werden?“ wird oft zu komplex beantwortet. Ein guter erster Schritt ist ein einfacher Benachrichtigungsflow, zum Beispiel: Wenn eine neue Datei in einem bestimmten SharePoint-Ordner landet, sendet der Workflow automatisch eine Teams-Nachricht an die Verantwortlichen. Dieser Prozess ist in wenigen Minuten aufgesetzt, liefert sofort einen sichtbaren Nutzen und gibt ein gutes Gefühl für das Interface.
Denken Sie an die Menschen, die die Automatisierungen später nutzen sollen. Copilot Studio Workflows sind für Fachanwenderinnen und Fachanwender gemacht, nicht nur für die IT-Abteilung. Der neue visuelle Designer macht das möglich. Aber eine kurze Einführung macht den Unterschied zwischen einem Tool, das täglich genutzt wird, und einem, das nach dem Pilotprojekt in der Schublade bleibt.
Unser Programm Von Null auf Copilot begleitet Unternehmen genau durch diesen Prozess. Von der ersten Bestandsaufnahme über die Auswahl der richtigen Anwendungsfälle bis zu den ersten produktiven Automatisierungen, Schritt für Schritt und mit messbarem Ergebnis.
Copilot Studio Workflows und die Power Platform
Es lohnt sich, Copilot Studio Workflows nicht isoliert zu betrachten. Die Plattform ist Teil der Microsoft Power Platform, die neben Copilot Studio auch Power Automate, Power Apps und Power BI umfasst. Das hat praktische Konsequenzen für die Automatisierung im Mittelstand.
Wer in Copilot Studio einen Workflow aufbaut, kann diesen direkt an einen KI-Agenten koppeln. Wer mit Power Apps eine einfache Anwendung für Mitarbeitende baut, kann darüber einen Copilot Studio Workflow auslösen. Wer in Power BI Ergebnisse visualisieren will, hat alle Daten in einem Ökosystem. Power Platform Automatisierung und KI-gestützte Assistenten wachsen dadurch zusammen, anstatt parallel als separate Systeme zu existieren.
n8n ist ein gutes Automatisierungswerkzeug. Es ist aber ein einzelnes Werkzeug außerhalb Ihrer bestehenden Microsoft 365-Welt. Microsoft bietet mit der Power Platform und Copilot Studio ein zusammenhängendes System, in dem Automatisierung, KI, Anwendungsentwicklung und Datendarstellung ineinandergreifen. Für wachsende mittelständische Unternehmen, die ihre IT-Infrastruktur nicht unnötig ausweiten wollen, ist das ein erheblicher Unterschied.
Wenn Sie sehen wollen, wie Power Platform Automatisierung in der Praxis aussieht und welche konkreten Prozesse in Ihrem Unternehmen automatisierbar sind, schauen Sie auf unsere Seite zur Prozessautomatisierung. Und wer tiefer in das Thema KI und Copilot einsteigen möchte, findet auf unserer KI & Copilot-Seite einen guten Ausgangspunkt.
Für Unternehmen, die bereits mit Copilot Studio gearbeitet haben, eröffnen die neuen Workflows einen weiteren Nutzungspfad. Bestehende KI-Agenten können jetzt direkt mit Automatisierungslogik verknüpft werden, ohne das System wechseln zu müssen. Das ist eine Erweiterung des Bestehenden, nicht ein Neuanfang.
Laut Microsoft-Dokumentation sind die Copilot Studio Workflows als „agentengeführte Automatisierung“ gedacht: KI-Agenten können Workflows auslösen, Ergebnisse empfangen und darauf reagieren. Das ist ein grundlegend anderer Ansatz als klassische regelbasierte Automatisierung und öffnet die Tür zu Prozessen, die mit traditionellen Automatisierungswerkzeugen nicht oder nur schwer umsetzbar waren.
Was bedeutet das für bestehende n8n-Nutzerinnen und -Nutzer?
Die Frage, die sich nach all dem stellt, ist nicht „Ist n8n schlecht?“ sondern „Für wen ist n8n jetzt noch die richtige Wahl?“
n8n bleibt für technisch versierte Entwicklerteams mit komplexen, nicht-Microsoft-zentrierten Infrastrukturen ein starkes Werkzeug. Die Tiefe der technischen Anpassungsmöglichkeiten und die Flexibilität der Open-Source-Basis sprechen für sich. Wer seine gesamte IT außerhalb von Microsoft betreibt und sehr spezifische technische Anforderungen hat, findet in n8n weiterhin eine solide Basis.
Für mittelständische Unternehmen, die Microsoft 365 bereits nutzen, DSGVO-konform arbeiten müssen und ihre IT-Infrastruktur nicht erweitern wollen, hat sich die Argumentation verschoben. Das Interface-Argument für n8n war das stärkste. Es gilt heute nicht mehr in gleicher Form.
Eine n8n Alternative, die sich nahtlos in die bestehende Microsoft 365-Umgebung einfügt, die bestehenden Lizenzen optimal nutzt und gleichzeitig einen modernen, visuellen Designer bietet: Das ist kein Wunschdenken, sondern der aktuelle Stand der Copilot Studio Public Preview.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Copilot Studio Workflows, und was unterscheidet sie von den bisherigen Agent Flows?
Copilot Studio Workflows sind ein neues Automatisierungsformat in Microsoft Copilot Studio, das sich aktuell in der Public Preview befindet. Im Unterschied zu den bisherigen Agent Flows bieten die Workflows einen von Grund auf neu entwickelten visuellen Canvas mit Drag-and-Drop-Funktionalität, sichtbaren Verbindungen zwischen den Schritten und nativ integrierten KI-Aktionen. Die alten Agent Flows bleiben weiterhin verfügbar und werden nicht abgeschaltet.
Ist Copilot Studio in meiner Microsoft 365-Lizenz enthalten?
Das hängt von der Lizenzstufe ab. Copilot Studio steht in verschiedenen Varianten zur Verfügung. Einige Microsoft 365-Pakete schließen bereits einen eingeschränkten Copilot Studio-Zugang ein. Für den vollen Funktionsumfang kann eine separate Copilot Studio-Lizenz erforderlich sein. Da sich die Lizenzstruktur regelmäßig ändert, empfehlen wir, den aktuellen Status in einem kurzen Beratungsgespräch zu klären.
Kann ich bestehende n8n-Workflows in Copilot Studio importieren?
Ein direkter Import ist aktuell nicht möglich. Bestehende Workflows aus n8n müssen in Copilot Studio neu aufgebaut werden. In der Praxis ist das weniger aufwändig als es zunächst klingt, da viele Standard-Automatisierungen über die über 1.300 verfügbaren Konnektoren schnell neu konfiguriert sind. Der neue visuelle Designer macht diesen Prozess deutlich zugänglicher als frühere Versionen von Copilot Studio.
Wann ist die Copilot Studio Public Preview beendet und wann kommen die Workflows in die allgemeine Verfügbarkeit?
Ein offizielles Datum für die allgemeine Verfügbarkeit hat Microsoft noch nicht kommuniziert. Die Public Preview ist der erste Schritt. Microsoft-typisch folgt nach einer Testphase die allgemeine Verfügbarkeit. Wer die Preview-Phase nutzt, um erste Erfahrungen zu sammeln, ist beim GA-Start bestens vorbereitet.
Für welche Unternehmen eignet sich Copilot Studio als n8n Alternative besonders gut?
Copilot Studio Workflows eignen sich besonders für Unternehmen, die bereits Microsoft 365 nutzen, DSGVO-konform arbeiten müssen und ihre Automatisierungen innerhalb der bestehenden IT-Infrastruktur aufbauen wollen. Besonders geeignet ist die Plattform für Teams ohne tiefes technisches Know-how, da keine Programmierkenntnisse erforderlich sind. Unternehmen mit Datenschutz- und Compliance-Anforderungen profitieren von der integrierten Governance-Struktur.
Copilot Studio Workflows ausprobieren: Wie wir Sie dabei unterstützen
Wenn Sie wissen wollen, welche Ihrer Prozesse sich für Copilot Studio Workflows eignen und wie die Einführung in Ihrer Microsoft 365-Umgebung konkret aussieht: Sprechen Sie mit uns. Wir haben über 500 dokumentierte Copilot-Anwendungsfälle und begleiten Unternehmen bei genau diesen Fragen.
In einem unverbindlichen Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf Ihre aktuelle Situation, Ihre bestehenden Lizenzen und Ihre Automatisierungsideen. Kein Verkaufsgespräch, sondern ein ehrlicher Blick auf das, was heute schon möglich ist und was sich lohnt.
Oder starten Sie mit unserem Programm Von Null auf Copilot: Wir begleiten Unternehmen Schritt für Schritt durch die KI-Einführung, von der ersten Analyse bis zu den ersten Copilot Studio Agenten.

