15 Monate mit Alexa(s) unter einem Dach

Neuigkeiten bei der digital⁴ Beratungsgesellschaft: 15 Monate mit Alexa(s) unter einem Dach

Am 15. Dezember 2016 war es endlich soweit, ich hielt meine ersten beiden Alexa Sprachassistenten in der Hand (einen Echo DOT und einen Echo der 1. Generation), nachdem Amazon in Deutschland endlich den limitieren Verkauf per Einladung gestartet hatte.

Ich bin unglücklicherweise (auch zum Leidwesen meiner Frau) mit dem „Early Adopter“ Gendefekt gesegnet und der Kaufreflex hatte bereits die virtuelle Geldbörse und die darin enthaltenen Kreditkarten fest im Griff – in den Wochen davor hatte sich bereits ein so großer „Haben-Will“ Gesichtsausdruck manifestiert, dass mein (familiäres) Umfeld mich schon kritisch mit diesem „Der-wird-doch-nicht-wieder“-Blick beobachtete.

Zuvor hatte bereits monatelang viele begeisterte Benutzerrezensionen auf der US Amazon Webseite verschlungen und mich erfolglos am Beta-Programm in Deutschland beworben und wollte diese Wunderwerke der Technik endlich im heimischen Wohnzimmer und der Küche live und in Farbe erleben. Natürlich hatte ich auch bereits ein paar Use-Cases im Kopf. Philips Hue Lampen schalten, Musik aus dem Prime Abo hören und in der Küche Timer und Alarme stellen.

Von Risiken und Nebenwirkungen

Die ersten Reaktionen aus meinem weiteren Umfeld waren – typisch. Der engere Freundes- und Bekanntenkreis hatte mich ja als Nerd bereits kennen und schätzen gelernt – so einen Early Adopter als Freund zu haben vermeidet schließlich oft einen Fehlkauf – und nahm die neuen Familienmitglieder eher gelassen hin.

Doch Außenstehende und einige meiner Kunden, die von meinem „Glück“ erfuhren, erhoben sofort mahnend den Zeigefinger und warnten, dass nun mein ganzes Haus abgehört werden würde. Da waren sie wieder – Fear, Uncertainty und Doubt oder FUD bzw. neudeutsch „Angst, Unsicherheit und Zweifel“. In den letzten zwölf Jahren meines Arbeitslebens sind mir dieses Akronym und seine Stilblüten im realen Leben mehrfach begegnet und für mich zu etwas typisch Deutschem geworden. Die Angst vor Neuem und Veränderung, die Verweigerung sich mit den Fakten zu befassen und dies gekoppelt mit einem nagenden Zweifel, ob denn dies alles mit rechten Dingen zugehen könnte.

Chancen und Möglichkeiten – und der WAF

Ich hatte mich natürlich im Vorfeld informiert und mir war klar, dass Sprachdaten nur nach Erkennen eines Schlüsselwortes wie Alexa, Computer, Amazon oder Echo und anschließendem Signalton an die Amazon Cloud Server zur weiteren Auswertung übermittelt werden würden und dass es für die dortige Datenvereinbarung entsprechende Datenschutzvereinbarungen geben würde. Außerdem gäbe es ja die Möglichkeit, die Mikrofone der kleinen Helferlein gezielt stumm zu schalten und damit eine Privatsphäre wieder zu 110% herzustellen.

Mir machte der WAF (Woman Acceptance Factor) da viel mehr Sorgen – wie erkläre ich es meiner Frau oder gewinne ich sie für meine neuesten Spielereien und Gadgets?! Ich dachte zunächst an Musik und die damit verbundenen Möglichkeiten, aber am Ende wurde Alexa im Haushalt aufgrund von zwei wesentlichen Features akzeptiert – Timer und die Alexa Einkaufsliste. Eierkochen, Nudelwasser, Tee ziehen lassen, Brot backen – es gibt fast keine zeitabhängige Aktion in unserer Küche, wo nicht schnell mal ein „Computer, stelle den Timer auf XX Minuten“ lässig und souverän das entsprechende Kommando erteilt.

Das Oberkillerfeature für meine Frau ist allerdings die mit der iOS App Todoist verknüpfte Alexa Einkaufsliste. Sobald man im Haus beispielsweise per Sprachbefehl „Alexa, setze Butter auf die Einkaufsliste“ anweist, landet der entsprechende Eintrag sowohl auf dem iPhone meiner Frau, als auch auf meinem. Derjenige, der dann am Ende beim Supermarkt oder dem Bauern die entsprechenden Einkäufe erledigt, wischt einfach in der Todoist App zum Abhaken nach rechts und sogleich wird das erledigte Element auf *beiden* iPhones gelöscht. Doppeleinkauf ade!

Und der Nachschub? Woher nehmen, wenn nicht stehlen!

Damit war ein Problem vom Tisch, doch Moment mal – ich brauchte ja Nachschub. Denn mein Büro, die Kinder, das Schlafzimmer, die Mutter, die Schwiegermutter. Im Januar 2017 habe ich dann prompt zwei weitere Alexa Echo aus den USA importiert, um Haus und Familie weiter ausstatten zu können. Glücklicherweise startete dann im Februar 2017 der unlimitierte Verkauf über die deutsche Amazon Seite und ich konnte mich nach Lust und Laune austoben.

Ein Wort der Warnung an dieser Stelle – Bei einer Alexa bleibt es nicht! Nicht nur durch die neuen Modelle (Echo Gen 2, Echo Plus, Echo Dot 2, Echo Show, Echo Spot, Sonos One) und ihre neuen Use Cases, sondern auch die die genialen Nutzungsmöglichkeiten, die man so nach und nach entdeckt, steigt die Anzahl der Geräte im Haus. Neulich habe ich auf einer Wochenendweiterbildung meinem Tischnachbarn vorgeschwärmt, was man alles mit Alexa anstellen kann und er hat spontan 10 Geräte gekauft.

Wo ist der Mehrwert und wie viele habe ich denn nun mittlerweile im Einsatz?!

Um es vorweg zu nehmen – 15 and counting! Ja, fünfzehn Alexa(s) finden sich überall in meinem Haus wieder und verrichten dort ihren Dienst. In der Küche nimmt mittlerweile ein Echo Show die Sprachbefehle entgegen. Hier kommen das große Display und der tolle Dolby Klang voll zur Geltung. Egal ob Einkaufliste, Kalender, Rezepte, Songtexte, Streams der hauseigenen Überwachungskameras oder Videos von Amazon Prime oder Netflix. Alles ist möglich und liefert einen sofortigen Komfortgewinn. Meine pflegebedürftige Mutter im Altenheim kann beispielsweise altersbedingt kein Telefon mehr bedienen. Aber ein Videotelefonat mit uns oder mit ihren Enkeln geht mit einem „Alexa, rufe Christian an“ schnell vonstatten. Oder Musik hören – Musik von Helene Fischer ist jedenfalls bei meiner Mutter das häufigste Kommando. Assisted Living at it‘s best.

Im Wohnzimmer habe ich mich wiederum für zwei Sonos One Lautsprecher im Stereobetrieb entschieden. Alexa ist hier ebenfalls an Bord. Der Sound, insbesondere nach der Trueplay Einmessung (geht mittlerweile auch endlich mit dem iPhone X und iOS 11.2.5) überzeugt mich einfach komplett. Aber Obacht – auch hier gibt es Fallstricke, z.B. kann man seine Audible Hörbücher nicht nativ über die Sonos One(s) abspielen.

Im Keller sind mittlerweile auch zwei Geräte platziert, im Bügelzimmer und im Vorratsraum. Während beim Bügeln eher Musik von Amazon Musik Unlimited (für die ganze Familie) oder Audible Hörbücher gefragt sind, ist es im Vorratsraum eher die Einkaufsliste. Toll ist auch, dass man an der Stelle sein Hörbuch fortsetzt, wo man zuletzt aufgehört hat (entweder bei Audible auf einem anderen Gerät/Handy/Auto oder sogar beim Lesen der Kindleausgabe).

Ansonsten sind die Kinderzimmer weitere Hotspots im Haus – sowohl Tochter als auch Sohn nutzen Alexa für Musikwiedergabe, für Hörbücher oder zur Erledigung der Hausaufgaben. So stellt der Achtjährige Alexa gerne vor (für ihn) unlösbare Aufgaben „Alexa, wieviel ist eine Million mal eine Million?“. Oder „Alexa, was heißt Kartoffel auf Schwedisch?“ für die Projektarbeit.

Im Bad ist es dann wieder ein Echo Generation 1, der die Hörbücher beim Bad in der Wanne wiedergibt und das HUE Deckenlicht entsprechend auf Kommando steuert oder das Radio zum Wachwerden am Morgen spielt, oder den Zahnputz-Timer, oder?

Im Schlafzimmer kommt dann der Echo Spot in Form eines kleinen runden Weckers zum Einsatz. Alarme mit Musik oder Radio machen das Aufstehen für mich um einiges leichter und die Hörbücher zum Einschlafen per Bluetooth-Kopfhörer stören meine Frau ebenfalls nicht. Und ein Abfragen der Überwachungskameras mitten in der Nacht und direkt vom Bett aus, wenn man mal ein komisches Geräusch im Haus gehört hat, ist ebenfalls Gold wert.

Homeoffice Büro und mein Dachgeschossbad beherbergen dann weitere Alexa Sprachassistenten. Gerade unter der Dusche heize ich mit einem „Alexa, sage BMW starte meine Standheizung.“ in der kalten Jahreszeit gerne meinen hybriden BMW vor. Fehlen noch das Büro in Köln und mein BMW 530e – auch hier gibt es relevante Nutzungsszenarien, wie z.B. das Nutzen der Einkaufsliste oder Ideensammlung während der Fahrt, 40 Millionen Songs bei Amazon Unlimited, Audible Hörbücher oder die Sprachsteuerung des Garagentore per Fibaro Skill. Im BMW ist es ein Echo Dot Generation 2 und im Büro in Köln kommt ebenfalls ein Echo Show zum Einsatz.

So richtig clever ist sie trotzdem nicht, aber lernfähig

Skill im vorangegangenen Absatz heißt das Zauberwort – man kann Alexa nämlich mit mittlerweile hunderten verschiedenen Skills erweitern. Die wichtigsten bei mir sind Hue (Beleuchtung), TP-LINK Kasa (Steckdosen), FIBARO Smart Home Skill (für das HomeCenter 2), BMW Connected (tolle Integration des BMW 530e), Fitbit (Fitness), TK Smart Relax (Entspannung), Sonos (Multiroom Musik), Miele (Hausgeräte) und der VU Box Connector (Linux SAT Receiver).

Neben den Skill werden Alexa und ihr Ökosystem rasant weiterentwickelt. Seit Kurzem kann man auch Fragen aufeinander aufbauen. Ein „Computer, wer ist Harald Juhnke?“ liefert zunächst eine Antwort und wenn man dann ein „Computer, wie alt ist er?“ hinterherschiebt, dann erfährt man sein Todesdatum in 2005.

Auch wir selbst bieten einen digital⁴ Alexa-Skill und unterstützen auch Ihre Organisation gerne beim Experimentieren oder Implementieren. Probieren Sie es einfach mal aus.

Fazit

Ein Wort – KAUFEN! Vielen Dank für Ihr Interesse und das Lesen der 1.408 Wörter. Freue mich auf Ihr Feedback.

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